Zoltán András Juhász am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte
Im Oktober freuen wir uns, Zoltán András Juhász als Fellow am Historischen Seminar der Universität Zürich begrüssen zu dürfen. Er wird am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte zu Gast sein. Das Short-Term Fellowship wird von der Ungarn-Stiftung finanziert.
Zoltán András Juhász ist PhD Fellow am Department of Economic and Social History der Eötvös-Loránd-Universität Budapest und arbeitet seit 2022 im Rahmen des dortigen Doktoratsprogramms an seiner Dissertation. Sein Dissertationsprojekt trägt den Titel „Large Estates: Stranglers or Saviors of the Nation? Narratives on Land Ownership in 20th-Century Hungary". Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Sozialgeschichte des ungarischen Dorfes in der Zwischenkriegszeit, insbesondere auf den Reformen der Bodenpolitik. Mittels Diskursanalyse untersucht er, mit welchen Narrativen die Bodenreformen und die damit verbundene radikale Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse im Ungarn der Zwischenkriegszeit legitimiert wurden. Im Zentrum stehen wiederkehrende Erzählmuster und Topoi – etwa die Debatte um Grossgrundbesitz versus Kleinbauerntum, das Ideal des „nationalen Bauerntums", Vorstellungen von kirchlichem und jüdischem Grundbesitz sowie Fragen der Siedlungspolitik, des Erbrechts und des Agrarkredits.
Weitere Informationen zu seiner Forschung finden sich unter www.jza.hu.
Wir freuen uns auf den Austausch und heissen Zoltán András Juhász im Oktober herzlich willkommen!