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Rolf Graber

Rolf Graber, Prof. Dr.

  • Titularprofessor für Geschichte der Neuzeit mit besonderer Berücksichtigung der Schweizergeschichte
Tel.
071 / 672 90 45

Forschungsschwerpunkte

  • Sozialgeschichte der Aufklärung
  • Sozietätenforschung
  • Aufgeklärter Absolutismus
  • Städtische und ländliche Protestbewegungen
  • Französische Revolution und Umbruch der Mentalitäten
  • Volkskultur im Übergang zur Moderne
  • Helvetik
  • Demokratieforschung

Curriculum vitae und Aktivitäten

1947 in Kreuzlingen (TG) geboren, Primar- und Sekundarschule, Ausbildung zum Primarlehrer am Thurgauischen Lehrerseminar, Lehrtätigkeit als Primarlehrer, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Zürich, Lizentiat, Assistenz am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (Prof. Dr. Rudolf Braun)

Promotion in Zürich zum Thema: „Bürgerliche Öffentlichkeit und spätabsolutistischer Staat. Sozietätenbewegung und Konfliktkonjunktur in Zürich 1746-1780."

Lehraufträge an der Universität Zürich, Diplom für das höhere Lehramt, Tätigkeit als Gymnasiallehrer und in der Erwachsenenbildung, Mitarbeiter der Forschungsstelle „Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa 1770-1848/49“ an der Universität Innsbruck

Habilitation an der Universität Zürich zum Thema: „Zeit des Teilens. Volksbewegungen und Volksunruhen auf der Zürcher Landschaft 1794-1804“.

2002 Privatdozent und seit 2010 Titularprofessor am Historischen Seminar der Universität Zürich.

Aktivitäten

  • 1986-2006 ständiger Mitarbeiter und Korrespondent der Zeitschrift „Aufklärung, Vormärz, Revolution“
  • Koordinator des Schweizer Teils des „Biographischen Lexikons zur Geschichte der liberalen und demokratischen Bewegungen in Mitteleuropa, Bd. 2, Teil 2“
  • Mitherausgeber der Innsbrucker Historischen Studien

Monografien

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Herausgeberschaft

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Artikel in wissenschaftlicher Zeitschrift

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Zeitungsartikel

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Publikationen

Literaturbericht/unpublizierte Arbeiten

Bibliographie/Literaturbericht

  • Bericht über das Schrifttum in der Schweiz: Die Rezeption der Französischen Revolution in der Schweiz, in: Aufklärung - Vormärz - Revolution. Jahrbuch der Internationalen Forschungsstelle "Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa von 1770-1850" an der Universität Innsbruck, Bd. 8/9 (1988/89), S. 251-257.

Unpublizierte Arbeiten

  • Wege zur direkten Demokratie in der Schweiz. Eine Spurensuche. Gastvortrag am Institut für Geschichte und Ethnologie an der Universität Innsbruck, 24. 5. 2007.
  • Herrschaftswechsel als Chance für die „reine Demokratie“. Die Helvetische Revolution. Beitrag zur Internationalen Konferenz in Graz vom 8.-9. Februar 2018: Herrschaftswechsel im langen 18. Jahrhundert. Auswirkungen für Personal und Regimes (in Vorbereitung)

Abgeschlossene Projekte

  • Volksbewegungen und Volksunruhen auf der Zürcher Landschaft in der Spätphase der Helvetik und der beginnenden Mediationszeit unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF). Weitere Hinweise in: horizonte. Schweizer Forschungsmagazin, Schweizerischer Nationalfonds, Nr. 37, Juni 1998, S. 18 f
  • Die demokratische Bewegung in der Schweiz von der Spätaufklärung bis 1870. Eine kommentierte Quellenauswahl unterstützt vom Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Weitere Hinweise: Aufklärung - Vormärz - Revolution. Jahrbuch der "Internationalen Forschungsstelle Demokratische Bewegungen in Mitteleuropa von 1770-1850" an der Universität Innsbruck, Bd. 22/23/24/25 (2002-2005), S. 89-95.; Eine Konfliktgeschichte der Schweiz, in: horizonte. Das Schweizer Forschungsmagazin, Nr. 99, Dezember 2013, S. 45.
  • Die demokratische Bewegung in der Schweiz und die Herausbildung direktdemokratischer Strukturen lassen sich auf vier verschiedene Entwicklungsstränge zurückführen. Wichtige Impulse kamen von den Landsgemeindedemokratien, den Stadtrepubliken, der kommunalen Selbstverwaltungstradition und der Französischen Revolution, respektive der unter ihrem Einfluss entstandenen Helvetischen Republik. Die Umbruchszeit von 1798 ist eine wichtige Phase für die schweizerische Demokratieentwicklung, indem altrechtliche Vorstellungen und neue, naturrechtlich legitimierte Freiheit eine neue Synthese eingehen. Zudem setzen in dieser Zeit bei der breiten Bevölkerung wichtige Lernprozesse ein, die zu einer alternativen Interpretation der Begriffe Freiheit und Gleichheit beitragen. Die schon bis ins Ancien Régime zurückreichenden politisch-ideellen Wurzeln der demokratischen Bewegung der Schweiz sind auch im 19. Jahrhundert von grosser Bedeutung. Sie tragen wesentlich zur Anreicherung des sich in den Revolutionen von 1830 und 1848 herausbildenden Repräsentativsystems mit direktdemokratischen Elementen wie Volksinitiative und fakultatives Gesetzesreferendum bei, die dann zwischen 1860 und 1870 auf Kantonsebene und ab 1874, mit der Totalrevision der Bundesverfassung, schliesslich auf Bundesebene realisiert werden. Die verschiedenartigen Volksbewegungen des 19. Jahrhunderts greifen die älteren Partizipationsmodelle wieder auf und verhelfen der direkten Demokratie zum Durchbruch. Das Forschungsprojekt „Die demokratische Bewegung in der Schweiz von der Spätaufklärung bis 1870“ beabsichtigt, diese Entwicklungsstränge anhand einer kommentierten Quellenauswahl nachzuzeichnen und ist deshalb als Beitrag zur Demokratieforschung und zur komparativen Analyse der Demokratieentwicklung in verschiedenen Ländern zu verstehen.

 

 

Betreute Arbeiten 2005 - 2014

Lizentiate

  • Jörg Spinatsch, Der Waldfrevel in Chur 1750-1840. Eine Studie über das interaktive Konfliktpotential des Waldes während der Übergangszeit vom Ancien Régime in eine neue Gesellschaft, 2005/2006.
  • Jonas Altorfer, Die Grenzen der Politisierung des Utopischen. Der Republikdiskurs der Helvetischen Gesellschaft 2007/2008.
  • Robert Rezes, Die Presseberichterstattung von Tages Anzeiger und Neuer Zürcher Zeitung zu den Zürcher Opernhauskrawallen in der Zeit vom 31. 5. – 31. 7. 1980, 2007/2008.
  • Adrian Hunn, Die Stellung von Militärdienstverweigerern im Spiegel ausgewählter deutschschweizer Tagespresse. Eine Entwicklungsstudie, 2007/2008. 
  • Pascal Föhr, Jakobinische Tendenzen in meinungsbildenden Sozietäten der Deutschschweiz zwischen 1789 -1789, 2008/2009.
  • Marc Lutz, Maschinenstürmer im Zürcher Oberland: Der Usterbrand vom 22. November 1832, 2008/2009.
  • Vita Alix Wiegand, Zürich im »Internationalen Jahr der Frau 1975». Schein-fortschrittliche Pseudoaktivität oder wichtiger Mobilisierungsantrieb?
  • Karin Boudebbouz-Saxer, Demokratisierungs- und Reformbewegungen in Graubünden am Ende des 18. Jahrhunderts, 2009/2010.
  • Janine Vollenweider, Von Vaterland und Freiheit wird manches Wort gehört; O pflanz die gute Flamme an deinem eig’nen Heerd!» Volkserziehende Mahner am Schützenfest Basel 1844. 2010/2011.
  • Pascal Sidler, «Du bist ein verfluchter Franzos, ein luterischer calvinischer Bok, du hast mir das Brodt vor dem Maul weg gestohlen.» Revolution, Konterrevolution und Widerstand im konfessionell gemischten Toggenburg 1795-1803. 2010/2011.
  • Kaspar Kägi, «Viele meiner Schulkameraden erkannte ich gar nicht mehr, so sehr waren sie durch den Hunger entstellt.» Die Hungerkrise von 1816/1817 im Kanton Zürich 2010/2011.
  • David Horisberger, Der Bauernhof im 20. Jahrhundert als pädagogischer Ort 2013/2014.
  • Kilian Grütter, Herrschaftssymbolik zur Zeit der Helvetischen Revolution und Republik. Mit   2013/2014.

Masterarbeit

  • Anna Newec, Zürcher Patrioten im Exil. Das Schicksal der Verurteilten im Memorial- und Stäfner Handel 2013/14.

Dissertation

  • Vita Alix Hetzer, «Männeruni – Frauenfragen». Die Auseinandersetzung um die Gleichstellung an zwei Hochschulen. 2013.
  • Pascal Sidler. Schwarzröcke, Jakobiner und Patrioten. Revolution, Kontinuität und Widerstand im konfessionell gemischten Toggenburg 1795-1803. 2013.

Dissertationen (Zweitgutachten)

  • Christoph Ebnöther, Räuber, Harschiere und öffentliche Sicherheit. Zur Frühgeschichte der Polizei im Kanton Zürich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 2010.

  
 

Lehrveranstaltungen 2003 - 2012

 

  • Seminar FS 2012: Kämpfe um Anerkennung. Auf den Spuren der Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz.
  • Seminar HS 2011: Revolutionäre, Konterrevolutionäre, «Wendehälse». Lebensentwürfe während der Zeit der Französischen Revolution.
  • Seminar FS 2011: Volksaufklärung: Eine «Bürgerinitiative» des 18. Jahrhunderts. (Strategien, Medien, Akzeptanz)
  • Seminar HS 2010 (FWV): Aufklärung: Ein unvollendetes Projekt der Moderne.
  • Seminar HS 2010: Agrarreformen im 18. Jahrhundert: Auf den Spuren von «Agrobusiness» und Nachhaltigkeit.»
  • Seminar HS 2009: Die letzten grossen Hungerkrisen in Mitteleuropa.
  • Seminar FS 2009: Spuren der Besiegten: Aufrührer und Aufstände in der populären Erinnerung.
  • Seminar HS 2008: Zünfte als Institutionen der Vormoderne: Kulturelle, soziale und politische Praxis.
  • Seminar FS 2008: Plebejische Widerstandsformen (Unterschichtenprotest im späten18. und frühen 19. Jahrhundert.)
  • Seminar HS 2007: Konstrukteure der Nation - Promotoren der Revolution: Politische Vereine in Zentraleuropa 1815-1848.
  • Seminar SS 2007 HLM (Fachwissenschaftliche Vertiefung): Von der vormodernen zur modernen Demokratie: Kontinuitäten und Brüche.
  • Kolloquium SS 2007: Die Grenzen des Veränderbaren: Aufgeklärter Absolutismus im europäischen Vergleich.
  • Seminar SS 2006/ WS 2006/2007: Wege zur direkten Demokratie in der Schweiz: Verfassungsrevisionsbewegungen während der Regenerationszeit 
  • Proseminar WS 2005: Einführung in das Studium der Geschichte. Sozialgeschichte der Familie 18./19. Jahrhundert (autobiographische Quellen)
  • Seminar WS 2004/2005/ SS 2005: Kommunikationsfelder der Aufklärung. Sozietäten, informelle Zirkel und aufklärerische Aktivitäten in der Schweiz des 18. Jahrhunderts.
  • Seminar WS 2003/2004/ SS 2004: Politisierungsprozesse nach 1789. Befreiungsbewegungen vor der Helvetischen Revolution als Experimentierfelder der Demokratie.
  • Kolloquium SS 2003: «Deregulierung» und «Liberalisierung». Zwei aktuelle Schlagworte in historischer Perspektive. (Epochenschwelle 18./19. Jahrhundert)